{"id":64,"date":"2007-05-03T07:29:08","date_gmt":"2007-05-03T06:29:08","guid":{"rendered":"http:\/\/beta.heger.li\/von-menschen-und-tieren-physignomie-teil-ii\/"},"modified":"2019-04-05T15:12:06","modified_gmt":"2019-04-05T15:12:06","slug":"von-menschen-und-tieren-physignomie-teil-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.heger.li\/de\/von-menschen-und-tieren-physignomie-teil-ii\/","title":{"rendered":"von Menschen und Tieren &#8211; Physiognomie Teil II"},"content":{"rendered":"<p>Von dem vorherigen Artikel zu der Physiognomie ist es nicht weit<br \/>\ngewissen Z\u00fcgen gewisse Qualit\u00e4ten zuzusprechen, ein weiterer Sprung bis zu einer<br \/>\nabstrusen Rassentheorie.<\/p>\n<p>Die Physiognomik ist die Lehre von der Verbindung zwischen Leib und Seele &#8211;<br \/>\nder Aeusseren Gestalt eines Menschen und seiner Pers\u00f6nlichkeit.<br \/>\nDiese galt noch bis an den Rand des 20. Jhd. als ernstzunehmende Wissenschaft.<br \/>\nZwar hat diese Physiognomik eine lange Geschichte, die bis &#8230; zurueckreicht, doch ist die<br \/>\n1586 erschienene &#8222;De humana physiognomia&#8220; (Giovanni Battista Della Porta) f\u00fcr<br \/>\ndie Physiognomik, was der Hexenhammer fuer die Hexenverfolgung war:<br \/>\nein Meilenstein.<\/p>\n<p>Befragen wir unsere vielzitierte Online-Enzyklop\u00e4die:<br \/>\nhttp:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Physiognomie :<\/p>\n<blockquote><p><cite>Intuitiv glauben die meisten Menschen, dass aus der Physiognomie etwas \u00fcber die Seele einer Person zu erfahren ist. Der Versuch, methodisch aus der k\u00f6rperlichen Erscheinung eines Menschen zu lesen, wird von der Physiognomik gemacht.<\/cite><br \/>\n<cite><br \/>\nDie Tradition dieser Pseudowissenschaft ist bis in die Antike nachweisbar. Bereits Aristoteles sammelte Wissen \u00fcber die Physiognomik: Ein Mensch, dessen Gesichtsz\u00fcge einem L\u00f6wen \u00e4hnelten, sollte auch den Mut eines L\u00f6wen besitzen usw.<br \/>\n<\/cite><\/p><\/blockquote>\n<p>Auch sp\u00e4ter gab es Bem\u00fchungen Charaktereigenschaften mit Aussehen in Zusammehang<br \/>\nzu bringen, oder einen Zusammehang herauszufinden. M\u00f6glicherweise stammt aus diesen<br \/>\nIdeen so Wortkreationen wie &#8222;Verbrechervisage&#8220;. Auch in der NS-Zeit hat man die Physiognomie, abgesehen von der Abstammung sehr hoch gestellt. Flache Stirn, dunkler Teint, dunkle<br \/>\nAugenfarbe, kleiner Wuchs wurde mit Primitivit\u00e4t, Minderwertigkeit gleichgesetzt,<br \/>\nblonde Haare, hoher Wuchs, blaue Augen, et cetera war erw\u00fcnscht.<\/p>\n<p>Befragen wir nochmals die Wikip\u00e4die:<\/p>\n<p>http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Physiognomik<br \/>\n<cite><br \/>\n<\/cite><\/p>\n<blockquote><p><cite> Die Physiognomik scheint immer dann zu prosperieren, wenn die Strukturen des Wissens eine Korrespondenz zwischen K\u00f6rper und Seele oder zwischen Seele und Welt nahelegen, etwa in der Hermetik des Barock oder in der Genie\u00e4sthetik. Diese Voraussetzung wird jedoch von keinem gegenw\u00e4rtigen Wissenschaftszweig akzeptiert. In der Gegenwart ist die Physiognomik wegen ihres rassistischen Kontextes und ihrer Neigung zu unbeweisbaren Schl\u00fcssen als Wissenschaft v\u00f6llig diskreditiert.<\/cite><\/p><\/blockquote>\n<p>Das gibt es wohl oefters, dass unsere &#8222;Intuition&#8220; uns irrefuehrt. Zum Beispiel ist die Bereitschaft sch\u00f6nen Menschen zu helfen gr\u00f6sser, oder werden sch\u00f6nen Menschen gute Eigenschaften angedichtet. Auch die Assoziation: dick=faul, erfolglos, willensschwach; schlank=agil, erfolgreich, diszipliniert geht nicht auf. Da ist es sicherlich wichtig, ueber solche Mechanismen zu wissen und die eigenen Entscheidungen, dort wo es wichtig ist daraufhin zu ueberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p>Diesem interessanten Thema werde ich sicherlich noch weitere Eintr\u00e4ge widmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von dem vorherigen Artikel zu der Physiognomie ist es nicht weit gewissen Z\u00fcgen gewisse Qualit\u00e4ten zuzusprechen, ein weiterer Sprung bis zu einer abstrusen Rassentheorie. Die Physiognomik ist die Lehre von der Verbindung zwischen Leib und Seele &#8211; der Aeusseren Gestalt eines Menschen und seiner Pers\u00f6nlichkeit. Diese galt noch bis an den Rand des 20. Jhd. 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